Nachrichten aus Hamburgs Wirtschaft - Oktober 2007
Beschäftigungsniveau in Hamburg so hoch wie 1993
Im Oktober waren 76.964 Menschen in Hamburg arbeitslos gemeldet, das sind 265 weniger als im
Vormonat und 13.580 weniger als im September des Vorjahrs. Die Arbeitslosenquote im jetzt zu Ende
gehenden Monat liegt bei 8,6 Prozent und damit um 1,7 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr.
Hamburgs Senator für Wirtschaft und Arbeit, Gunnar Uldall zu den sehr guten Arbeitsmarktzahlen für
Hamburg: "Mit einem Zuwachs von 22.853 Arbeitsplätzen oder drei Prozent in den letzten zwölf Monaten
ist Hamburg nicht nur Spitzenreiter unter den Bundesländern, sondern erreicht mit 785.600
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch das höchste Beschäftigungsniveau seit 1993."
Der wirtschaftliche Aufschwung kommt jetzt auch bei benachteiligten Arbeitslosen an. So
verringerte sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen innerhalb eines Jahres um knapp ein Drittel.
Gegenwärtig sind 27.240 Menschen in Hamburg ein Jahr oder länger arbeitslos. Vor einem Jahr
waren es noch über 40.000. Hierzu nochmals der Senator Gunnar Uldall: "Vom Beschäftigungsboom
profitieren immer stärker auch Arbeitslose, die bisher schwer zu vermitteln waren. Dies zeigt,
dass die Arbeitsmarkt-Reformen die richtigen Schritte waren."
30.10.2007
Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) wirbt um Investoren
Der HHLA-Vorstand wird ab heute die Unternehmensstrategie des Hafenkonzerns international präsentieren,
um Investoren für den anstehenden Börsengang zu werben. Es ist vorgesehen, 30 Prozent der Anteile der
stadteigenen Gesellschaft über einen Börsengang zu verkaufen. Börsenexperten rechnen damit, dass der
Verkauf etwa 900 Mio. bis 1,3 Mrd. Euro in die Kassen der Hansestadt spülen wird.
"Unser Ziel ist es, einen hohen Anteil privater Anleger zu gewinnen, natürlich auch in Hamburg und
Norddeutschland", sa der Vorstandschef der HHLA, Klaus-Dieter Peters, dem Hamburger Abendblatt gegenüber.
Erster Handelstag könnte der 2. November 2007 sein. Insgesamt will die HHLA bis zu 22,54 Millionen
Aktien anbieten. Der Preis je Aktie wird zwischen 49,00 und 54,00 Euro liegen. Wer eine Aktie zeichnen will, sollte
sich an die Konsortialbanken für den Börsengang wenden. Dazu gehören die Citibank, die Commerzbank
sowie die Hamburger Banken Berenberg, Haspa, HSH Nordbank und M.M. Warburg. Bei hoher Nachfrage
fällt jedoch die Zuteilung oft geringer oder gar ganz aus, weil dann die Aktien per Losverfahren
verteilt werden. Man spricht von Überzeichnung.
22.10.2007
Neue Streiks bei der Bahn?
Heute hatte der Vorstand der Deutschen Bahn der GDL ein neues Angebot unterbreitet.
Nur wenige Stunden nach dem Angebot der Bahn, einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer auszuhandeln,
erklärte GDL-Chef Manfred Schell, das Angebot sei "in jedem Fall unzureichend": "Wir erkennen in
diesem Angebot im Grunde nichts Neues. Es unterscheide sich von dem Tarifabschluss mit anderen
Gewerkschaften nur darin, dass bis zu 1400 Euro für bereits geleistete Überstunden bezahlt werden sollen."
15.10.2007
Bahn-Kunden können vorerst aufatmen
Volle Busse und Straßen gehörten am Freitag zum Hamburger Stadtbild. Bis
einschließlich Dienstag wird sich dieses nicht wiederholen. Nach dem Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vom Freitag ist gestern der Eisen- und S-Bahn-Verkehr wieder normal angelaufen. Störungen gab es nur in sehr wenigen Einzelfällen. Die Züge fahren nach Plan und die Zahl der Reisenden ist wieder auf dem gewohnten Niveau. Am Freitag konnten im Tagesschnitt rund zwei Drittel der über 26.000 Züge des Regional- und S-Bahn-Verkehrs gefahren werden, wobei es regional starke Unterschiede gegeben hat. Schwerpunkte der Streikaktionen waren Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Halle/Leipzig sowie Rostock. In Hamburg war auch der innerstädtische Verkehr, d.h. die S-Bahn vom Streik der GDL betroffen. Besonders Berufstätige mussten auch Auto oder Bus bzw. U-Bahn umsteigen.
14.10.2007
Klimaschutz: Neues Portal vermittelt Fahrgemeinschaften
Ab heute kommen die Hamburger Arbeitnehmer umweltfreundlicher und kostengünstiger zur Arbeit. In Hamburg startet das PendlerPortal. Mit diesem Internet-Angebot kann jeder kostenlos und unverbindlich nach Mitfahrangeboten zu seinem Zielort suchen oder die Mitnahme im eigenen Fahrzeug anbieten. Durch Fahrgemeinschaften wird die Umwelt entlastet, die Verkehrbelastung verringert und die Kosten für jede einzelne Fahrt werden reduziert. Das Prinzip ist einfach: man wählt Startpunkt, Ziel, Uhrzeit und Wochentage. Das Portal findet die passende Fahrgemeinschaft. Dabei können auch besondere Anforderungen wie z.B. Langsamfahrer oder Nichtraucher berücksichtigt werden. Im Internet unter: www.hamburg.pendlerportal.de und die Umwelt entlasten.
06.10.2007